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Mittwoch, 23. Dezember 2015

Statistiken und letzter Eintrag

Unsere Weltreise in Zahlen:

339 Tage
130 Orte  ->  durchschnittlich 3 Tage an einem Ort.

74.202   Km Flugzeug
14.212   Km Bus
12.092   Km Auto
4.989     Km Zug
792        Km Schiff
384        Km Motorrad

Insgesamt 106.751 Km 
= 2,67x Erdumfang

Unser Blog wurde im vergangenem Jahr 16.108 Mal aufgerufen! Das macht im Durchschnitt fast 50 Aufrufe am Tag. Krass. Mega cool, dass ihr unsere Weltreise zu fleißig mitverfolgt habt!!!

Wie geht es jetzt bei uns weiter? Mittlerweile wohnen wir wieder in Lörrach und genießen die Tatsache eine eigene Wohnung zu haben. Unser Titel im Moment: Arbeitslose Herumtreiber. Offiziell: Arbeitssuchende. =) Das heißt wir sind jetzt beide auf Jobsuche... Und gleichzeitig versuchen wir uns in das Leben in Deutschland wieder einzugliedern und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.


Mittwoch, 18. November 2015

US Base Guantánamo Bay

Auf unserer Reise durch den Osten Kubas haben wir versucht so nah wie möglich an die US Basis Guantánamo heranzukommen.
Die USA besetzt dort eine Bucht 20km südlich der Stadt Guantánamo. Diese Besetzung ist spätestens seit 1999, als der 2002 aufgezwungen Vertag ausgelaufen ist, völkerrechtswidrig.
Die jährlichen Schecks über 4085$, die bis heute von der US Regierung ausgestellt werden als Miete, hat Fidel Castro noch nie eingelöst und stapeln sich in der obersten Schublade seines Schreibtisches.

Das Gebiet, das wir auf einem Roller versucht haben zu erkunden, ist von kubanischen Kasernen und Militäranlagen gesäumt, die aber einen relativ erbärmlichen Zustand vermitteln.

Zusätzliche Bekanntheit hat dieses Gebiet durch das seit 2002 bestehende Gefangenenlager, in dem  „vermutlicher Terroristen“ ohne Anklage, der Willkür und Folter der USA ausgesetzt sind, erlangt.

Wir glauben, dass man Gewalt und Terrorismus nicht mit Gewalt und Terrorismus bekämpfen kann, sondern mit Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit.

Und ein wichtiger Schritt wäre es, endlich diese Basis aufzugeben, den Gefangenen einen rechtsstaatlichen Prozess zu ermöglichen und das Land zurück zu geben und diesen lächerlichen und kindischen Konflikt mit Kuba beiseite zu legen.

Mittwoch, 11. November 2015

Havana

Bisher gefällt uns Kuba sehr gut! Gebäude und Autos wie aus einem alten Film, leider auch alles ziemlich heruntergekommen. Bunt, laut und das ganze Leben findet quasi auf der Straße statt....







Samstag, 17. Oktober 2015

Peru, Lima

Von Zentralamerika weiter nach Südamerika.


Wir hatten ehrlich gesagt keine großen Erwartungen an Lima, der Hauptstadt Perus. Wir haben uns eher auf eine große staubige Stadt eingestellt, in der man immer Taxi fahren muss um nicht an jeder zweiten Ecke ausgeraubt zu werden. Umso überraschter waren wir, also wir endlich angekommen sind und festgestellt haben, dass uns Lima richtig gut gefällt! J

Lima ist eine weit ausgebreitete Metropole mit 8,5 Mio Einwohnern, fast ein Drittel aller Einwohner Perus leben hier. Ganz anders wie in Asien, gibt es aber kaum Hochhäuser. Dafür gibt es viel nette Plätze, schön angelegte Grünanlagen, sehr interessante Museen, alte Ruinen, Kirchen, Cafés und sogar eine Fußgängerzone.

Lima ist bekannt als Gourmethauptstadt Südamerikas. Es gibt viele typische peruanische Gerichte, die man probiert haben muss, aber auch sehr gute westliche Speisen. So waren wir z.B. in einem kleinen Café, haben einen Espresso getrunken und dazu ein ausgezeichnet gutes Schokocroissant gegessen und uns gefühlt als wären wir in Paris. Man kann sich vorstellen, dass nach so vielen Monaten, ein richtig leckeres Croissant ein wahrer Genuss ist.

Auch haben wir uns in Lima eigentlich nie unsicher gefühlt. Bis vor ein paar Jahren, war Kriminalität noch ein recht großes Problem, daran hat sich aber viel geändert. Sicher gibt es Stadtviertel, in denen man als Tourist vorsichtig sein muss, aber wenn man seinen gesunden Menschenverstand einschaltet, hat man nichts zu befürchten

Ruinen mitten in der Stadt.
Wahnsinnig viel Spaß im Springbrunnen.
Zentraler Platz vor dem Präsidentenpalast.
Aber auch solche Stadtviertel gehören zu Lima.
.

Samstag, 10. Oktober 2015

Die Nebelwälder von Monteverde

Die letzten Tage haben wir in den Nebelwäldern von Monteverde verbracht, einer Region in den Bergen von Costa Rica. Die grünen Hügel liegen oft in den Wolken, woher auch der Name kommt. Der Dschungel ist voller Farnen und Moos, das an allen Bäumen wächst, und eine geheimnisvolle Atmosphäre schafft. Auch wächst in diesen Höhenlagen ganz besonders guter Kaffee. Neben kleinen Ausflügen, haben wir es die letzten Tage recht langsam angehen lassen, das angenehme Klima genossen und etwas Zeit in die Planung unserer weiteren Reise gesteckt.

Heute sind wir zurück in die Hauptstadt von Costa Rica nach San José gefahren und werden morgen wieder zurück nach Panama reisen. Dort sind wir dann nochmal zwei Tage, bis es dann weiter nach Peru geht. Vor uns liegen also ein paar echt lange Reise-Tage/Nächte…

So wachsen Kaffeebohnen.

Sehr cooler Kletterbaum, innen hohl, wie ein Tunnel.




Samstag, 3. Oktober 2015

Die kleine Surfstadt Sámara

Costa Rica ist wirklich ein bemerkenswertes Land, reicher, sicherer und fortschrittlicher als die anderen Länder der Region. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Costa Rica in den 1950er das Militär abgeschafft hat und die freiwerdenden Mittel vor allem in das Bildungssystem investiert hat. Dies hat zu einem höheren Wohlstand geführt und das Land größtenteils vor den typischen Unruhen, Diktaturen und Bürgerkriegen Zentralamerikas bewahrt. So wird Costa Rica oft auch "die Schweiz Zentralamerikas" genannt. Auch im Umweltschutz ist Costa Rica sozusagen ein Vorzeigeland. Fast ein Drittel des Landes ist mittlerweile Naturschutzgebiet und fast 90% des Energiebedarfs wird aus regenerativen Quellen gewonnen, was allerdings zu extrem hohen Strompreisen führt. Natürlich ist auch hier nicht alles so perfekt, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, aber dieses Land hat in der Vergangenheit auf jeden Fall ein paar wirklich gute Entscheidungen getroffen, von denen es noch heute profitiert.

Das alles macht Costa Rica zum einem wirklich schönem und sicherem Reiseland, aber auch zu einem (im Vergleich zu den Nachbarländern) echt teuren Spaß. Die Städte sind nicht besonders sehenswert, aber die Natur ist wunderschön und sehr vielfältig. So gibt es dichten Dschungel, gleich zwei Weltmeere (Atlantik und Pazifik) mit sehr vielen unterschiedlichen Stränden und Buchten, eine ganze Reihe (zum Teil noch aktiver) Vulkane, eine reiche Tier- und Vogelwelt, recht hohe Berge mit geheimnisvollen Nebelwäldern, viele Flüsse und Wasserfälle,...

Die letzten Tage haben wir in dem kleinen Ort Sámara am Pazifik auf der Nicoya Península verbracht. Die Bucht hier eignet sich perfekt für Surfanfänger, also haben wir nochmal eine Stunde Surfunterricht genommen und dann die nächsten Tage fleißig geübt. Surfen ist ein sehr anstrengender Sport (vor allem als Anfänger), aber es macht auch riesig Spaß und klappt mittlerweile auch schon echt gut. =)




Montag, 28. September 2015

Nachhall zu unserem zweimonatigen USA Aufenthalt

Ich wollte meine Gedanken, Erfahrungen und Empfindungen runterschreiben, wobei das, was ich hier schreibe, nur ein kleiner Auszug vom Erlebten ist.

Manchmal werden wir gefragt, welches Land wir auf unserer Weltreise am schönsten fanden und welches am unangenehmsten. Wir taten uns bisher immer sehr schwer mit einer Antwort, aber wo wir uns am unwohlsten gefühlt haben, können wir jetzt beantworten…

Dass die USA für uns nicht nur schön war, liegt auf keinen Fall an den einzelnen Menschen. Wir haben so viele hilfsbereite, freundliche und offene Menschen getroffen und waren oft einfach „overwhelmed“ von der Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.

Es liegt auch nicht an der Landschaft und der Natur. Die USA hat zwar schon viel von ihrer Natur kaputt gemacht, aber sie hat auch viel dafür getan sie zu erhalten. Mit der Vielseitigkeit, die die USA bietet, die Berge Colorados, Wüsten von Nevada, Strände in Kalifornien und Florida, die friedlichen Wälder von Carolina, usw., kann wohl kaum ein anderes Land auf dieser Erde mithalten, sondern wohl eher nur ganze Kontinente.

Dazu bietet die USA noch so viel mehr. Von den Wolkenkratzern und der Freiheitsstatue New Yorks, über die Geschichte in Washington und die Schlachtfelder von Virginia (Unabhängigkeit und Bürgerkrieg) bis zur Show Welt von Los Angeles und das Partyleben in Miami und Las Vegas. Nein, einen Mangel an Möglichkeiten gibt es sicher nicht.

Aber zu sehen, wie die Menschen in den USA leben, was sie bewegt und warum sie so handeln, wie sie es tun, war für uns oft bestürzend und hat uns auch immer wieder traurig gestimmt…

Warum? Hier ein paar Erklärungsversuche und Beispiele.

Die USA bietet wirklich viel. Eigentlich alles was es auf der Welt gibt. Aber das nur für eine kleine reiche Oberschicht der Gesellschaft.

Das fängt schon beim Essen an…
Es gibt zunehmend mehr Lebensmittelläden, die gutes und gesundes Essen anbieten. Das Essen ist aber doppelt so teuer, wie z.B. bei Walmart. Dazu ist Fastfood die billigste und vor allem einfachste Möglichkeit sich zu ernähren.
Wer also nicht das Geld und die Zeit hat, neben drei Jobs, sich Zuhause ein gesundes Essen zu kochen endet ganz schnell bei McDonalds, Carls oder Subway mit den bekannten folgen: Fettleibigkeit und Krankheit.

Krankheit: nächstes Thema.
Es gibt immer noch nichts in den USA was mit einem Gesundheitssystem zu vergleichen wäre. Durch ObamaCare haben zwar mehr Menschen eine Krankenversicherung, aber immer noch nicht die, die sie am dringendsten brauchen. Nämlich die „nicht reichen“ Kranken. Der Hauptgrund warum in den USA Menschen in Privatinsolvenz gehen sind Krankenhausrechnungen.

Ein Arztbesuch ist für Viele kaum zu bezahlen (ca. das 3 bis 9 Fache was bei uns ein Arztbesuch kostet) und auch wenn Menschen versichert sind, gehen sie nicht zum Arzt, damit die Versicherung nicht teurer wird, oder weil diese nur einen Teil der Kosten übernimmt.

So sieht man auf den Straßen Menschen mit Geschwüren im Gesicht, leichten Behinderungen, die sie im Alltag einschränken, usw. Dinge die man eigentlich behandeln kann. Aber sie können es sich nicht leisten oder es ist schon zu spät. So müssen sie damit leben und bleiben durch diese Einschränkungen (von psychischen Krankheiten gar nicht gesprochen) oft auch in der Unterschicht.
Denn die Amerikaner mögen gesunde und belastungsfähige Typen.

Kleines Beispiel:
Es gibt viele Veteranen aller Kriege auf den Straßen, die sich auch als solche zu erkennen geben (meist durch ihre Mützen) und Fremde gehen auf sie zu und bedanken sich für ihren Dienst. Aber für Veteranen, die durch das Erlebte nicht mehr am normalen Leben teilhaben können, weil sie körperlich oder seelisch verkrüppelt sind, gibt es relativ wenig (finanzielle) Mittel und auch die Gesellschaft geht mit ihnen nicht besonders gut um. Die haben es halt nicht geschafft. Die waren halt nicht hart genug, die anderen schaffen es ja auch.

Und auf dem Weg zum Tellerwäscher zum Millionär bleibt nun mal wenig Zeit, Respekt und Solidarität für die, die es nicht schaffen.

Ich habe viele Amerikaner getroffen, die fest an den „American Dream“ glauben. Und dieser Glaube treibt ihr persönliches Handeln, sowie auch ihre politischen, religiösen und gesellschaftlichen Überzeugungen an.

Wenn man reich werden will, ist es unheimlich störend in ein Kranken- oder Rentensystem einzuzahlen. Wenn man reich werden will, ist jede noch so kleine Steuer ein Stolperstein und behindert den einzelnen seinem Traum hinterher zu irren. Wenn man reich werden will, ist jede Moral, die einen davon abhält gute Geschäfte zu machen, ein persönlicher Stolperstein.

Die meisten Amis, mit denen wir gesprochen haben, waren sehr moralisch. Sie waren davon überzeugt, dass sie die Guten und die anderen die Bösen sind. Sie haben fest daran geglaubt, dass der Kapitalismus die Welt zum Wohlstand bringt und Sozialismus und Kommunismus (was auch immer das bedeutet wussten die Wenigsten) falsch ist. Kapitalismus wurde aus meiner Sicht eher als Religion, als Beschreibung eines Wirtschaftsmodells gesehen.

Sie denken, dass sie durch ihr Handeln und Wirtschaften nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen, Gutes bringen und die Menschen, denen es nicht gut geht, entweder nicht hart genug arbeiten oder halt einfach zu schwach sind. Besonders hinterfragt waren sie aus meiner Sicht dabei oft aber nicht.

Denn heutzutage lässt sich, meiner Meinung nach, Reichtum nur noch selten durch harte Arbeit erreichen, sondern eher durch Bildung und Ausbeutung anderer. Auch in den USA.

Und so ist es legitim, Andere auszubeuten, indem man ihnen kaum Gehalt, keinen Urlaub und keine Perspektiven bietet. Dazu kommt noch, vor allem in den Südstaaten, ein nicht zu überhörender und übersehender Rassismus, durch den vor allem Schwarze und Latinos bis heute Nachteile erleiden. Wenn es doch mal einer aus den Elendsvierteln schafft, wird ihm dafür selten Respekt, sondern oft Missgunst zuteil und sein Erfolg relativiert. Die Regierung fördere ja nur noch Schwarze und und der „weiße Mann“ würde deswegen auf der Strecke bleiben.

Und da die Ausbeutung der eigenen Bevölkerung legitim ist, ist es auch absolut legitim andere Länder, deren Rohstoffe und Menschen auszubeuten und bei Widerstand entweder mit wirtschaftlicher, politischer oder militärischer Macht seine Ziele konsequent zu verfolgen. Ich denke hier nicht an Irak oder Afghanistan sondern an Mexico, Panama und Südostasien.

Ich habe ab und zu in Gesprächen erwähnt, dass in Deutschland die Abhörmachenschaften der NSA zu Missmut und Misstrauen gegenüber den USA geführt haben. Dafür hatten alle Amis, mit denen ich gesprochen habe, überhaupt kein Verständnis, bzw. wussten Einige nicht mal wirklich was Edward Snowden eigentlich gemacht hat.

Nun zum Bildungsthema.

Auch in den USA ist es zunehmend mehr Menschen bewusst, dass sie ohne Bildung schlechtere Chancen auf Erfolg im Leben haben. In allen Familien, die wir besucht haben, war das einer der Hauptgesprächsthemen. Welche High School, welches College, welche Uni und wie kann sich die Familie das leisten.

Um ein ordentliches Studium zu bekommen muss man entweder unglaublich schlau oder unglaublich reich sein (oder unglaublich viele Schulden machen).

Da die meisten Menschen aber beides nicht sind, müssen die Familien umso härter für die Bildung kämpfen. Die Eltern müssen mehr arbeiten um mehr Geld nach Hause zu bringen um den Kindern Bildung zu ermöglichen, hinter ihnen her sein, damit sie gut in der Schule sind und noch zusätzlich sich sozial engagieren, um Netzwerke aufzubauen, die ihren Kindern möglicherweise einen Studienplatz oder ein Stipendium ermöglichen.

Die Kinder müssen unter dem Druck leben, dass wenn sie es nicht schaffen, während ihrer gesamten Schulzeit gute Noten zu schreiben, es evtl. keine zweite Chance gibt.

Hat das dann doch nicht funktioniert oder hat man keine Familie, die seit 10 Jahren dafür arbeitet das man eine gute Bildung bekommt, bleibt oft nur die Unterschicht, der unglaublich hohe Kredit oder das Militär bzw. Kriegseinsätze.

Und so schließen sich die Kreise.

Die Kirchen können sich natürlich auch nicht von dem allen distanzieren. Bei vielen Gemeinden und Kirchen sind Elemente dieser Kultur fest verankert und legitimiert. Kranke sollen zu Jesus kommen und nicht zum Arzt gehen. Um reich zu werden muss man das tun was Gott sagt und spenden. Dann kommt der wirtschaftliche Erfolg fast von selbst. Wer krank und arm ist betet und glaubt zu wenig oder hat Sünde in seinem Leben.

Das ist stark vereinfacht, aber trifft das, was viele amerikanischen Christen denken, und wird politisch im Präsidentenvorwahlkampf genutzt.

Ganz zum Schluss möchte ich noch etwas über die hochgelobte Freiheit, die es in den USA gibt, sagen.

Ich habe mich in Deutschland nie so unfrei gefühlt, wie in den letzten zwei Monaten in den USA. Wir haben uns vor und während unserer Reise immer wieder Gedanken darüber gemacht, was wir veröffentlichen. Im Wissen, dass die NSA mitliest und vieles einfach auswerten kann, habe ich mir zweimal überlegt, was ich in privaten E-Mails und Whatsapps schreibe und vor allem, was wir auf unseren Blog stellen.

Ich habe noch nie befürchtet, dass das, was ich aufs digitale Papier bringe, Konsequenzen für meine Zukunft haben kann. Und das ist ein schreckliches und einschränkendes Gefühl.

Und dieser Eintrag ist ein kleiner Befreiungsschlag von diesem Gefühl.

Dienstag, 15. September 2015

Die Florida Keys

Während unserem Workaway hatten wir auch die Möglichkeit die wunderschönen Florida Keys zu erkunden. Wir waren in Key West, die südlichste der Inseln, die schon 1911 an das Eisenbahnnetz angeschlossen war (eine Insel ca. 50km vom Festland entfernt), was sie seit über 100 Jahren zu einem beliebten Ziel der Reichen und Schönen macht. Auch der amerikanische Präsident hat hier eine Residenz, das „Little White House“.

Zusätzlich konnten wir noch ein Dolphin Rescue and Research Center besuchen und diese wunderschönen Tiere aus der Nähe beobachten und mehr über sie lernen.

Key West von oben.

Dolphin Rescue and Research Center.



Montag, 7. September 2015

Miami Beach

Der Weg nach Miami war etwas anstrengend. Ich (Lizzy) bin mit einem Nachtbus von Nord-Florida nach Miami gefahren. Jonas ist mit unserem Mietauto zurück nach Washington gefahren, da wir dies dort wieder abgeben mussten, und ist dann nach Miami geflogen. Schlussendlich hat alles gut geklappt, die ganze Aktion war aber nicht wirklich gut von uns geplant und echt anstrengend.

Miami selber ist aber eine spannende Stadt und ganz anders als der Rest der USA. Über 50% der Einwohner sind Latinos und über 60% der Einwohner sprechen im Alltag vor allem Spanisch. So gibt es zB die Stadtviertel Little Havanna und Little Haiti. In Miami Beach dreht sich alles um Strand, Party, Palmen, Cocktails, Kunstgallerien und Mode. Überall auf den Straßen trifft man Leute mit nur Bikinis und Badehosen an. Am Anfang etwas befremdlich, aber bereits nach 1-2 Tagen ist dies schon nichts Ungewöhnliches mehr.

In Miami haben wir zudem Johannes Ramöller getroffen, einen alten Freund aus Lörrach, der gerade auch eine Weltreise macht, allerdings ist er etwas schneller unterwegs als wir (Zeitraum 2 Monate!). =)

Typisch Miami.
Cocktails schlürfen mit Johannes.
Einer der beliebtesten Strände der USA.
Little Havanna.

Sonntag, 23. August 2015

New York

Nach unserem kurzen Zwischenstopp in Colorado sind wir nun an der Ostküste der USA angekommen. Wir sind nach New York geflogen und haben in drei Tagen ein Gefühl für die Stadt bekommen und wirklich viel von ihr gesehen: die UN Headquaters, die Freiheitsstatue, Ellis Island, World Trade Center, Central Park, Intrepid Museum, Times Square, Broadway, ...

Blick auf Manhatten vom One World Trade Center
Central Park am Sonntag Nachmittag

Samstag, 15. August 2015

Roadtrip #5 Letzte Etappe

Zum Schluss unseres Roadtrips haben wir uns den Grand Canyon, eine 450 Km lange Schlucht im Norden Arizonas angeschaut. Es war wirklich sehr beeindruckend am Rande dieses Naturwunders zu stehen und in der Tiefe den Colorado River gemächlich vorbeifließen zu sehen.

Von dort aus haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Los Angeles gemacht, wo wir unser kleines Mietauto wieder abgeben mussten. Nach nochmal einer Nacht bei unseren Freunden den McCoys fliegen wir nun heute weiter nach Colorado...

California (+ Las Vegas in Nevada und der Grand Canyon in Arizona) sind echt ein super Ort für einen 2-3 wöchigen USA Roadtrip! Es gibt sehr viele sehr unterschiedliche krasse Landschaften, aber auch coole chillige Städte in (für amerikanische Verhältnisse =) nächster Nähe. Können wir auf jeden Fall sehr empfehlen. Wir haben in 17 Tagen und insgesamt 2.800 Meilen (4.500 Km) unglaublich viel gesehen!




Mittwoch, 12. August 2015

Roadtrip #4 Las Vegas

Wir sind jetzt in Las Vegas angekommen, einer der extremsten Konsum-Unterhaltungs-Glücksspiel-Städte der Welt.  Eine grüne Oase mit über 35°C voller glitzernder und blinkender Hochhäuser mitten in der Wüste... Eine Party-Hochburg, in der sich alles um Spaß, Selbstdarstellung, Luxus, das schnelle Geld und schnellen Sex dreht. Irgendwie faszinierend, aber auch total abartig, überfordernd und reizüberflutend.


Für uns ist es aber trotzdem auch eine Ort der Erholung geworden. Wir haben ein echt gutes Angebot gefunden und übernachten in einem Casino Hotel im 27. Stock mit richtigem Bett, Internet und einer genialen Aussicht. Nach zwei Wochen Campen tut es gut auch mal wieder ein bisschen Luxus zu genießen. Hier der Blick aus unserem Fenster.


Roadtrip #3 Gigantische Landschaften

Von San Francisco aus sind wir landeinwärts zum Yosemite National Park gefahren. Aus vielen verschiedenen Blickwinkeln konnten wir diese wunderschöne bergige Landschaft voller Nadelwälder, Seen, Blumenwiesen und riesigen Felsen bestaunen.



Danach sind wir weiter gefahren zum Death Valley National Park, einem tiefen Wüstental mit Bergketten im Osten und Westen. Im Death Valley liegt der tiefste Punkt Nordamerikas, das "Bad Water Basin" auf 855m unterm Meeresspiegel und es werden regelmäßig einige der höchsten Temperaturen der Welt gemessen. Es ist wirklich abartig heiß da unten und es wehte immerzu ein trockener Wind, der sich anfühlte wie ein Föhn. Aber die Wüste besitzt ihre ganz eigene atemberaubende Schönheit. Unglaublich viele verschiedene Farben und Strukturen. Ein gigantischer Sternenhimmel. In der Wüste merkt man, wie klein man als Mensch eigentlich ist...




Mittwoch, 5. August 2015

Roadtrip #2 Ein Tag San Francisco

Von vielen Reisenden, die wir bisher getroffen haben, haben wir gehört, dass San Francisco ihre "Lieblingsstadt" in den USA ist. Nun wissen wir auch warum. Auch uns hat diese hügelige Stadt mit ihrer berühmten Golden Gate Bridge, den altmodischen Cabel Cars, den vielen hübschen viktorianischen Reihenhäusern, den Seelöwen im Hafengebiet, der entspannten Stimmung und den vielen Straßenkünstlern sehr gefallen!

Ein Highlight war auch die Insel Alcatraz, die ca 2 Km vor der Stadt im Meer liegt. Um 4 Uhr morgens haben wir uns gemeinsam mit vielen anderen vor dem Ticketschalter angestellt und dort campiert, da die Tickets im Sommer schon Monate vorher ausverkauft sind. Aber das Warten hat sich gelohnt. Alcatraz ist vor allem für die Zeit als das Hochsicherheitsgefängnis der USA bekannt. Es ist sehr beeindruckend diese Insel zu erkunden und durch die sehr gute Audio-Tour in die Geschichte dieses Ortes einzutauchen. Von der Insel hat man außerdem einen gigantischen Blick auf die Skyline von San Francisco.

Die Skyline von San Francisco, im Vordergrund Ruinen auf Alcatraz.
Die Gefängnisinsel Alcatraz.
Drei Stockwerke Gefängniszellen.
Eine hügelige Stadt.

Dienstag, 4. August 2015

Roadtrip #1 Gold Coast

Wir haben unseren Kalifornien Roadtrip etwas nördlich von Los Angeles in Camarillo gestartet und sind nun ganz entspannt die Küste immer Richtung Norden entlanggefahren. Immer wieder halten wir an, schlendern durch ein Städtchen, bewundern die Landschaft, essen einen Burger. Meistens übernachten wir auf einem Campingplatz, ein/zwei Nächte haben wir aber auch schon im Auto auf nem Supermarktparkplatz verbracht...

Zwischenstopps waren die berühmten Küstenstädte Santa Barbara und Santa Cruz. Im Silicon Valley waren wir im Computer Museum und sind über den "Google-Campus" gefahren. Über Sacramento ging es dann weiter nach Redding, wo wir am Sonntag im Gottesdienst der Bethel Church waren. Von dort aus zurück an die Küste zu den beeindruckenden Redwoodtrees, die größten Bäume der Welt, die sich in einem dichten Nebel verstecken - eine ganz besondere und friedliche Atmosphäre.

Vom Redwood National Park sind wir nun wieder zurück Richtung Süden nach San Francisco gefahren...