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Donnerstag, 11. Juni 2015

Drei Monate Südostasien

Drei spannende Monate Südostasien liegen nun hinter uns, in denen wir Thailand, Kambodscha, Malaysia und Singapur erkunden konnten. Wir haben uns beim Reisen viel Zeit gelassen um die Länder wirklich (soweit das als Touri geht) kennenzulernen. Wir haben ganz unterschiedliches gesehen. Wir waren in krassen Megacities und in kleinen Dörfern, auf paradiesischen Inseln und im Hochland, im Dschungel und auf Teeplantagen, in dreckigen heruntergekommenen Städten und in luxuriösen Einkaufszentren, in einer antiken Tempelstadt und haben Unterwasser die Korallenriffe beim Tauchen bewundert.

Vor der Weltreise hätte ich ganz Südostasien irgendwie in „einen Topf geworfen“, nun weiß ich, dass es hier genauso große Unterschiede zwischen den Ländern, Regionen und Menschen gibt, wie in Europa. Jonas und ich können mittlerweile sogar anhand des Aussehens und Verhaltens meistens einschätzen, aus welchem asiatischen Land jemand kommt… Gemeinsam haben die Länder aber, dass man echt unkompliziert und günstig Reisen kann und sich eigentlich immer sicher fühlt (außer vlt in den rasenden Bussen).

Südostasien hat uns sehr gut gefallen und es ist echt krass, wie schnell die Zeit vergangen ist, aber wir freuen uns auch sehr darauf, dass es nun weitergeht und uns wieder etwas ganz Neues und Anderes erwartet…

Skyline von Singapur
Teeplantagen in Cameron Highlands, Malaysia
Buddhistischer Mönch in Chiang Mai, Thailand
Insel Tioman, Malaysia
Shoppingmall Spongebob Party in Kuala Lumpur, Malaysia
Kinder + Tablet (das ist wohl überall so =) in Siem Reap, Kambodscha

Dienstag, 2. Juni 2015

Millionenmetropole Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist Malysias Hauptstadt und wird hier von allen eigentlich nur KL (englisch ausgesprochen) genannt. Diese beeindruckende Megacity mit ca 2 Mio Einwohnern ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Auch wenn die Stadt grundsätzlich recht säkular ist, sind hier verschiedenste Kulturen und Religionen vertreten: zwischen den vielen Hochhäusern entdeckt man Moscheen, Kirchen, hinduistische indische Tempel und chinesische Pagoden. Besonders aufgefallen sind uns auch die extrem vielen luxuriösen und stark klimatisierten Shopping Malls die wir mittlerweile nur noch "Konsumtempel" nennen.

Besonders aufgefallen ist uns hier in KL, aber auch im restlichen Malaysia, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind. Immer ein Lächeln im Gesicht und ein freundliches Wort auf den Lippen. Im Gegensatz zu den anderen Ländern, die wir bisher bereist haben, hatten wir hier eigentlich nie das Gefühl "verarscht" zu werden, übervorteilt oder dass unsere Unwissenheit ausgenutzt wurde. Gestern war ich zB komplett sprachlos, als eine andere Kundin, die am gleichen Bäcker eingekauft hat wie wir, mir nach dem Bezahlen mit den Worten "Welcome to Malaysia!" ein Päckchen Gebäck in die Hand gedrückt hat und weiter geeilt ist. Krass.

Wir haben uns hier in KL die wichtigsten Plätze angeschaut, die Stadt von oben bewundert, waren außerdem in einer echt beeindruckenden Megachurch, haben nen Abend mit Jonas Walz (ein Freund aus Lörrach, der jetzt hier lebt und arbeitet) verbracht, waren im Kino,...

Heute mussten wir uns leider auch von Majbritt&Hauke verabschieden, mit denen wir die letzten zwei Wochen zusammen verbracht haben. War echt cool zu viert unterwegs zu sein! =)

Wahrzeichen der Stadt - die Petrona Towers
Rooftopbar mit Jonas Walz
Gottesdienst in der Harvest Church Kuala Lumpur
Tradition und Moderne
Haukes Sofortbildkamera... =)

Freitag, 29. Mai 2015

Cameron Highlands

Vom Meer in die Berge. Die letzten Tage haben wir in den Cameron Highlands verbracht, einer Bergregion die sowohl bei Ausländern, wie auch Einheimischen sehr beliebt ist. Aufgrund der Höhe (ca 1500m) herrscht hier ein sehr angenehmes Klima mit etwas kühleren Temperaturen und frischerer Luft als im restlichen Land. Die Cameron Highlands sind bekannt für die Teeplantagen, Wanderwege durch den Dschungel, den "Mossy-Forest", ganzjährig Erdbeeren, Orchideen, insektenfressende Blumen und alle möglichen anderen Pflanzen.


Die Boh-Teeplantagen
Höchster Punkt der CH (2000m) mit Majbritt&Hauke
Der Mossy-Forest
Hibiskus Blumen

Sonntag, 24. Mai 2015

Paradies auf den Perhentian Islands

Von Georgetown sind wir mit Minibus und Speedboat zu den Perhentian Islands gefahren. Diese zwei Inseln vor der Ostküste Malaysias sind wirklich paradiesisch! So klares türkisenes Wasser, so feiner weißer Sand und so hübsche Buchten haben wir auf unserer Weltreise bisher noch nicht gesehen. Hier fällt es nicht schwer die Zeit und alles andere zu vergessen und einfach nur zu chillen, lesen, schlafen, eiskalten Zitroneneistee zu schlürfen, gegrillten Fisch zu essen und ab und zu mal eine Runde zu schwimmen. Wir waren außerdem auch schon Schnorcheln und Tauchen.

Auf der Hinfahrt haben wir zwei andere deutsche Pärchen Hauke&Majbritt und Niko&Annette kennengelernt und verbringen jetzt unsere Abende zusammen. Jeden Abend das gleiche Programm: Sonnenuntergang mit einem kalten Bier, Abendessen und anschließend eine echt gute Feuershow. Es ist sehr cool und mal was anderes nicht nur zweit sondern als Gruppe unterwegs zu sein. Macht Spaß! =)

Coral Bay, Kecil Islands
Wunderbar =)

Unsere Bungalow Anlage
Unsere coole Truppe =)

Dienstag, 19. Mai 2015

Streetart in Georgetown, Malaysia

Wir haben nun Thailand verlassen und sind gespannt auf die 3-4 Wochen, die wir jetzt in Malaysia verbringen werden. Malaysia ist ein muslimisches Land, da aber die drei Gruppen Malaien, Chinesen und Inder die Bevölkerung ausmachen, gibt es hier ein ziemliches multikulti an Religionen, Kulturen, Traditionen, Essen, etc. Die Menschen hier sind alle sehr freundlich und hilfsbereit.

Unser erster (recht kurzer) Stopp in Malaysia ist Georgetown, eine nette und etwas chaotische Stadt im Norden des Landes, die vor allem bekannt ist für ihre Straßenkunst. Wenn man gemütlich durch die Stadt läuft, entdeckt man viele echt gute und kreative Bilder an alten Mauern und Hauswänden.




Mittwoch, 13. Mai 2015

Thailändische Inseln

Unser letzter Blogeintrag liegt schon gut zwei Wochen zurück. Genauso lange sind wir jetzt schon im Süden Thailands und genießen die Sonne, die Inseln, die Strände und das Nix-tun. Im Moment sind wir gerade auf Koh Lanta, einer sehr ruhigen Insel, wohnen in einem super Bungalow (mit Kühlschrank!!!) und haben den Strand fast für uns alleine. Uns gehts hier hier wirklich sehr gut! =)

In ein paar Tagen machen wir uns dann wieder auf und reisen weiter nach Malaysia...

Unser Bungalow
Unser Strand

Ein anderer Strand auf Koh Lanta
Tauchausflug nach Koh Bida Nok

Dienstag, 28. April 2015

Christliche Deutsche Schule Chiang Mai (CDSC)

Am Sonntag waren wir im Gottesdienst der internationalen Gemeinde „House of Praise“ und haben dort die deutsche Familie Waldbüßer kennengelernt, die hier in Chiang Mai an der deutschen christlichen Schule arbeitet.

Heute hatten wir dann die Chance uns die Schule anzuschauen. Martin Waldbüßer hat uns herumgeführt und uns einiges über die Schule, ihre Entstehung und wo sie heute steht erzählt. Die Schule hat uns richtig gut gefallen und vieles hat uns an die ersten Jahre der FES erinnert.

Die CDSC wächst sehr stark und ist beliebt bei deutschen Missionars- und Expatfamilien, aber auch immer mehr bei Thailändern. Sie ist eine allgemeinbildende Schule und bietet alle Zweige, angefangen von einer Kinderkrippe bis zum Gymnasium, an. Sie ist vom Auswertigen Amt als deutsche „Auslandsschule“ anerkannt und hat dieses Jahr ihren ersten Abiturjahrgang. 

Um ein bisschen Werbung zu machen: An unsere vielen Lehrerfreunde =): Die Schule sucht immer nach Lehrern! Vielleicht ist das ja was für dich/euch! Schaut euch einfach mal die Website an. Wir fanden die Schule auf jeden Fall sehr cool! =)

Außerdem ist Chiang Mai eine echt schöne Stadt, in der es sich super leben lässt…


http://cdsc.ac.th/de/ueber-uns/unsere-schule
https://de-de.facebook.com/cdsc.ac.th


Montag, 27. April 2015

Ein Tag als Elefanten Mahut

Heute habe ich (Lizzy) mir einen richtig coolen Tag gegönnt: Und zwar war ich den ganzen Tag in der schönen Natur außerhalb von Chiang Mai auf einer Elefanten Farm. Wir haben einiges über Elefanten gelernt, unter anderem mehrere Mahut Befehle, die wir dann anschließend mit den Elefanten üben konnten. Z.B. wie man einen Elefanten besteigt: Auf den Befehl „Yako“ hebt der Elefant seinen rechten forderen Fuß, auf den man sich dann stellt. Befiehlt man nun „Suuee“ hebt der Elefant den Fuß immer höher, bis man schließlich auf seinen Rücken klettern kann. Zudem konnten wir auf den Elefanten reiten, mit ihnen im matschigen Fluss baden, sie mit Sand einreiben und ganz zum Schluss noch zwei kleine einen Monat alte Elefantenbabys streicheln.


Elefanten sind wirklich sehr beeindruckende Tiere! Sie sind unglaublich intelligent und lernfähig und doch oft auch recht eigensinnig und etwas stur. In jedem Fall hat man selbst vor den gut trainierten Riesen noch immer jede Menge Respekt!




Sonntag, 26. April 2015

Die Tempel von Chiang Mai

Die letzten fünf Tage waren wir in Chiang Mai im Norden von Thailand. Das Wetter hier ist deutlich angenehmer (etwas kühler) als in Bangkok und Chiang Mai ist ein nette Stadt, in der man (wenn man genug Geld hat =)) auf keinen westlichen Luxus verzichten muss. Chiang Mai ist umgeben von einer bergigen und dschungeligen Natur, die wir mit dem Motorrad etwas erkundet haben. Außerdem gibt es hier zahlreiche wirklich schöne und reich verzierte buddhistische Tempel und jede Menge Mönche in ihren orangenen Gewändern. Die Fotos zeigen einen kleinen Eindruck der vielen Tempel.

Ein Tempel und eine Stupa
Drachen verzieren Dächer, Treppen, Eingänge,...

Vor dem Tempel muss man immer Schuhe ausziehen
Vor Tempeln, an öffentlichen Plätzen, in Läden, etc sind Bilder von König&Königin zu finden.

Mönche beim Abendgebet/Meditation


Samstag, 18. April 2015

Kambodscha- Das bisher widersprüchlichste und krasseste Land

Nach fast 3 Wochen Kambodscha, hat sich dieses Land als eines der widersprüchlichsten und facettenreichsten auf unserer Reise bisher gezeigt.

Das Zeitalter der Khmer, die das Angkor Wat gebaut haben (siehe Blogeinträge vorher) und bauliche aber vor allem kulturelle unglaubliche Leistungen hervorgebracht haben (Angkor hatte damals 1 Millionen Einwohner, während Paris, Berlin und London noch so bei 30.000 rumgeknappst haben und schon mit diesen Einwohnerzahlen überfordert waren). Die ein Land kontrolliert haben, was sich in komplett Südostasien ausgebreitet hat, unangefochtenen geherrscht haben und weltweit zu dem Zeitpunkt wohl am weitesten entwickelt waren.

Beeindruckende Steinmetzarbeiten
Dann der langsame Zerfall, der bis zu einer französischen Kolonie ging (echt bittere Vorstellung…), die hier nicht nur Gutes hinterlassen hat.

Dann der komplett aus dem Ruder gelaufene Vietnam Krieg, der bis heute jeden Tag schwere Verletzte und Tote fordert, durch die Millionen von Minen und Blindgänger, die noch vor allem auf dem Land überall im Boden liegen und durch Regenfälle und Erosion überall auftauchen können. (Die US Armee hat um den Vietcong zu schaden auf das damals neutrale Kambodscha 550.000 Tonnen Bomben abgeworfen; das machte so ca 70kg für jeden Kambodschaner.)

Gefundene Waffen und Granaten
Man versteht hier, was dieser Krieg in dieser Region ausgelöst und zerstört hat und wie menschenverachtend die Politik des Westens in Südostasien die letzten 40 Jahre war.

Auf den Terror der USA ist dann der Terror der Roten Khmer gefolgt, die die Bevölkerung innerhalb von 4-5 Jahren von 7 Millionen Menschen auf 4 Millionen Menschen reduziert haben.

Wie man andere Völker versucht auszulöschen, haben wir in Deutschland vor 80 Jahren ja perfektioniert, aber hier hat die damalige Regierung einfach das eigene Volk abgeschlachtet, nur weil es nicht in ihr Menschenbild hineingepasst hat (Stadtbewohner, Intellektuelle die z.B. eine Fremdsprache konnten, Brillenträger, Nerds und Menschen die einfach keinen Bock hatten 16 Stunden am Tag auf einem Reisfeld zu arbeiten und dafür eine Schale mit Reis zu essen zu bekommen.. Also einfach Menschen wie ich).

Gerade das Killingfield von Phnom Penh, auf dem man sogar auf den Wegen noch Knochen und Kleiderreste der mit Bambusstöcken und Macheten Hingerichteten findet, und die ausgestellten 6000 Schädel zeigen, wie abartig Menschen doch sind.

Knochen und Kleider im Boden
6000 Köpfe
Wie ihr seht, ist dies ohne etwas echt üblen Zynismus nicht einfach zu ertragen, vor allem wenn man die jetzige Situation dieses Landes noch betrachtet.

Das Durchschnittseinkommen liegt bei ca. 150€ im Monat und Kambodscha ist eines der Länder mit der schlechtesten Perspektive der Welt. Aber der Reichtum der Oberschicht, der zum Teil in der Hauptstadt zur Schau getragen wird, ist unglaublich und oft ekelhaft. 

Rolls Royce, BMWs, usw. fahren hier durch die Straßen, einige Gebäude sehen aus als hätte sie Bill Gates persönlich gebaut und im Bankenviertel kann sich auch ein Europäer kaum einen Kaffee leisten. 

Die gleichen Menschen, die damals die Roten Khmer befohlen haben, sind zum Teil bis heute in der Regierung. Diese ist unglaublich korrupt und zunehmend wird das, was im Land noch von wert ist, von Investoren aus der ganzen Welt unkontrolliert aufgekauft (z.B. die Insel, auf der wir waren, mit 2000 Einwohnern, gehört einem chinesischem Investor).

Unkontrolliert ist dies Land absolut. Wenn jemand mal Anarchie erleben will, kann er das hier tun. Die Polizei ist komplett korrupt (sie wird auch nicht vom Staat bezahlt) und tut auch nichts um „Gerechtigkeit“ zu schaffen. 

In den Touriorten sieht man immer wieder ekelhafte, alte „weiße“ Säcke, die mit einer Khmer rummachen, die eher wie 15 als 20 Jahre alt aussieht. Da die Prostitution in Thailand zu teuer wird und auch weibliche Thais zunehmend eine Perspektive haben, verschiebt sich dieses Gewerbe Richtung Kambodscha und die anderen südostasiatischen Staaten.

Weil wir Europäer halt in vielen Bereichen auf billig stehen….

Was aber unglaublich ist, ist wie die einfachen Menschen dies hier alles ertragen. Wie sie trotz allem höflich und geordnet auch miteinander umgehen (trotz fast so vielen Waffen pro Kopf wie in den USA). Die Menschen hier haben so viel unsagbares Leid erlebt, dass sie wohl alles andere irgendwie ertragen. Sie saufen und rauchen viel (habe noch nie so billig Markenalkohol (z.B. 1l Bacardi 6€) und Zigaretten (Stange 5€) gesehen) und spielen um Geld... aber das kann man ihnen kaum vorwerfen..

Und so ist die Zeit hier auch echt schön, trotz der 40 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit. Die Landschaft hat ihren eigenen Charme und Kinder lächeln einem zu und präsentieren Stolz ihre neu gelernten englischen Worte.

Man kann diesen Menschen hier nur alles Gute wünschen. 

Und eine Politik im Land, aber vor allem im Westen, die nicht mehr darauf scheißt, wie es den einfachen Menschen auch im Ausland geht.



Job gesucht?? Ideal für das Profil eines Dualen Studenten

Diese Stelle wird im "Soraya Mall" in  Phnom Penh Kambodscha angeboten.

Vor allem "Work-Life-Balance" und das Gehalt sind hervorzuheben.

Bei Interesse einfach kommentieren ;)


Mittwoch, 15. April 2015

Paradiesische Inseln und lästige Fiecher

Die letzten paar Tage waren wir endlich mal wieder (nach wirklich langer Zeit, gut ein Monat =) am Meer! Wir waren auf der wunderschönen kambodschanischen Insel Koh Rong. Die Insel ist wirklich paradiesisch mit schneeweißen Stränden, seichten Buchten und tiefgrünem Dschungel. Allerdings gibt es dort auch so fiese kleine Sandfliegen, die ganz aggressiv stechen und deren Stiche ganz fürchterlich jucken und das anscheinend noch wochenlang, haben wir gehört... Diese kleinen Fiecher haben uns das Inselleben leider etwas verdorben...